Die Wirtschaftserholung in den USA schwächt sich ab, die FED kauft wieder Staatsanleihen und kündigt bei Bedarf weitere Maßnahmen zur Konjunkturstützung an.
Die Börsenperformance war ziemlich bescheiden, die von meinem Portfolio auch. Von den +10k im Juli sind wieder fast 7k weg.
| Name | First | Last | Performance |
| DJI | 10465.94 | 10014.72 | -4.31% |
| DAX | 6147.97 | 5925.22 | -3.62% |
| ATX | 2483.86 | 2402.02 | -3.29% |
| Portfolio | -3.90% |
Ich habe die Kursverluste genutzt um nochmals bei Wienerberger nachzukaufen und werde bei anhaltender Korrektur weiter einsammeln.
Die Industriewerte in meinem Portfolio freuen diese tristen Konjunkturaussichten nicht besonders. Somit ist es kein Wunder, dass die Performance meines Portfolios ziemlich zum Vergessen ist zurzeit, die hinkt dem ATX fast 6% hinterher. Die Top Performer im ATX auf Jahresbasis sind jedoch auch alles andere als Konjunkturunabhängig, da wäre mal RHI mit +41% und Andritz mit +19%, gleich danach die Erste Bank mit +18%, die ich zumindest eine Zeit lang mit im Gepäck hatte.
Die ATX Performance im Juli war mit +9% ok (im Vergleich: Portfolio +6,5%, DJI +7%, DAX +3%). Auf Jahressicht sieht es leider genau umgekehrt und generell recht bescheiden aus, da ist der DAX mit +3% vorne, der DJI knapp über der Nulllinie und der ATX als einziger mit einem halben Prozent im Minus.
Zum ersten mal seit Herbst 09 habe ich mal wieder Geld ins Depot eingezahlt und bei Wienerberger aufgestockt, leider ist der Titel danach gleich munter weiter gefallen. Was solls, verkaufen werde ich Wienerberger frühestens im Herbst, wenn die letzte Kapitalerhöhung von Wienerberger ihr einjähriges Jubiläum hat, und bis dahin kann viel passieren.
Der IWF schließt zur Zeit einen baldigen erneuten Einbruch der Weltwirtschaft aus, ob er diesmal recht hat wird man eh sehen. Ich habe mir jedenfalls vorgenommen, ein Anhalten der Korrektur für weitere Zukäufe zu nutzen. Im Dax würde ich wohl Thyssen, Eon oder RWE nehmen, im Atx OMV, Verbund oder wieder die Erste Bank, wenn sie noch ein wenig nachgibt.
Ich habe mir den Energiekonzern E.ON aus dem DAX ins Portfolio gelegt, seit dem Extremeinbruch 2008 will ich ja eigentlich weg vom ATX und seinen abartigen Schwankungen und das ist der erste Schritt dazu. Auf die Idee, ein wenig die Märkte zu streuen, hätte ich eigentlich auch früher kommen können, dann hätte ich 2008 vom schwächer eingebrochenen Markt in den stärker eingebrochenen wechseln können.
DJI und ATX sind auf Jahressicht nun wieder im Minus, nur der DAX ist an der Nulllinie. Es dürfte sich doch ein wenig herumgesprochen haben, daß ein niedriger Euro für die deutsche Wirtschaft nicht extrem ungünstig ist. Ansonsten siehts ein wenig so aus, als würde es nochmal richtig gute Kaufkurse geben, mal sehen ob ich das im Juni nutze. Mein Flatex Depot wäre in der Zwischenzeit ja einsatzbereit.
Da haben wohl einige das 'Sell on May' ein wenig übertrieben:
ATX -4,0%
DAX - 2,6%
DJI sieht derzeit bei -2% auch nicht besonders gut aus. Europa hat sich letzte Woche auf ein 144 Mrd. USD Hilfspaket für Griechenland geeinigt, eigenartig daß da jetzt noch sowas nachkommt.
Auf eine Korrektur zur Monatsmitte kann man ja fast wetten, auch im April ist das der Fall gewesen. Zwei Negativthemen haben dominiert, zum einen war da mal Griechenland. Das habe ich schon vor zwei Monaten in meinem Blog erwähnt und man sollte meinen, der Drops wäre in der Zwischenzeit gelutscht, dem ist aber nicht so. Um das Land vor der Zahlungsunfähigkeit zu bewahren, muss ein Hilfspaket geschnürt werden, auch die Banken zahlen mit, durch eine zu großzügige Kreditvergabe an das korrupte Land scheinen sie keinen schlechten Anteil an der Misere zu haben. Europa scheint generell ein massives Überschuldungsproblem zu haben und die amerikanischen Ratingagenturen senken das Rating eines Eurolandes nach dem anderen.
Das andere Thema war Goldman Sachs, die wurden von der amerikanischen SEC wegen Betruges angeklagt. Angeblich haben die gegen Produkte gewettet, die sie ihren Kunden verkauft haben. Was da raus kommt wird sich zeigen, der Kurs von Goldman Sachs hat vom Hoch zur Monatsmitte weg jedenfalls schon mal über 20% verloren, steht aber immer noch bei stolzen +300% vom 2009er Tief.
Hier könnte sich eine günstige Einstiegschance ergeben, auch wenn man sich da gegen USD Kurschwankungen absichern sollte. Als Broker würde sich flatex.at anbieten, die diesen Monat ihre Filiale bei uns in Österreich eröffnet haben und die eine sehr günstige Alternative zu den etablierten Brokern für Privatanleger zu sein scheinen. Ich bin zur Zeit zwar eher auf Halten eingestellt und habe kurzfristig keine Zukäufe geplant, sicherheitshalber habe ich mir trotzdem mal bei denen ein Depot bestellt, mal sehen was deren Software so kann. Das handeln von CFDs und Aktien von einem Konto aus, ohne mühsam Geld hin und her überweisen zu müssen, hört sich interessant an. Durch den neuen Mitspieler werden hoffentlich auch die anderen Broker ein wenig an ihren Gebühren arbeiten.
Obama hat seine Sozialversicherung durchgebracht, das war sicher die weitest reichende Weichenstellung, die in diesem Monat über die Bühne gegangen ist. Endlich darf sich auch jeder Amerikaner zwangsweise sozial versichern lassen. Ansonsten hat die hohe Schuldenlast so mancher europäischer Staaten weiterhin die Schlagzeilen dominiert. Der Euro bleibt also niedrig, den Deutschen als Exportweltmeister kann das nur recht sein, deshalb gibt es wie üblich kaum eine einheitliche Richtung wenn es darum geht, den Schuldenkönigen irgendwie unter die Arme zu greifen.
Die Börsen sind nun alle im Plus für 2010, der ATX konnte sich im März YTD einen kleinen Vorsprung vor DAX & DJI erkämpfen, auf sein letztes relatives Hoch vom Oktober fehlen aber immer noch 100 Punkte, während DAX & DJI verlässlich fast jedes Monat neue Rekordstände erreichen. Die ATX Performance ist also nach wie vor nicht sehr berauschend, mal sehen obs nach dem starken Monat in der gleichen Tonart weitergeht.
Wienerberger, Voest und OMV haben im Februar berichtet. Wienerberger lag mit einem Verlust nach Steuern von 258,7 Mio im Rahmen der Erwartungen, die Voest sieht Verbesserungen sowohl im Stahl als auch im Edelstahlbereich und der Nettogwinn der OMV 2009 lag sogar leicht über den Erwartungen. Auf die Kurse hatte das kaum Einfluss, nur die OMV liegt mit -11,4% seit Jahresanfang ziemlich am Ende des ATX.
Gegen Monatsende haben RZB und RIBH bekannt gegeben, dass sie über eine Fusion nachdenken und der RIBH Kurs hat sicherheitshalber gleich mal um 20% nachgegeben. Ein typischer ATX Auszucker, für solche Chancen sollte man eigentlich immer ein wenig Kohle parat haben. Nach einem Beruhigungsstatement der Banken hat sich der Kurs zu erholen begonnen und ich gehe davon aus, dass sich die Übertreibung wieder mehr oder weniger ausgleichen wird.
Dann kam wie so oft zur Monatsmitte die Korrektur. China will Kredite ein wenig bremsen um eine Überhitzung der Wirtschaft zu verhindern und Obama hat angekündigt, die Banken stärker regulieren zu wollen und die Gewinne waren schnell wieder weg.
Der ATX hat dann eine Serie von 8 Minustagen in Folge hingelegt, keine Ahnung obs das 2008 auch mal gegeben hat. Jedenfalls stand er zu Monatsende dann bei -0,08%, bei meinem Portfolio war dank des positiven letzten Handelstages das Vorzeichen auf meiner Seite mit +0,35%. Zu verdanken ist das vor allem Erste Bank und Wienerberger, die zwischenzeitlich 20% im Plus waren und schließlich jeweils zumindest um die +6% retten konnten.
Richtig schlimm erwischt hats den DAX mit -5,85%, der DJI war mit -3,46% auch ganz schön im Minus. Somit sind wir gerade in der stärksten Korrektur seit März letzten Jahres, ich bin aber zuversichtlich, dass sich der ATX im Vergleich zu den großen Indizes in der nächsten Zeit weiterhin besser behaupten wird, weil er ohnedies nach wie vor die höchsten Abschläge von seinen Höchstständen hat.
Leider wurde gerade der ATX von der Finanzkrise am brutalsten abgestraft, nach wie vor steht er nur bei der Hälfte seines Wertes von vor 2 Jahren.
| Hoch 07 | Tief 09 | 31.12.09 | Anstieg zum Hoch | |
| ATX | 5.000 | 1.412 | 2.496 | + 100% |
| DAX | 8.100 | 3.666 | 5.957 | + 36% |
| DJI | 14.100 | 6.594 | 10.428 | + 35% |
Die Erholung ist auf den 5jahres Charts schön zu sehen, man sieht auch, dass im ATX im Gegensatz zu den Leitindizes seit Oktober nichts mehr weitergegangen ist.



Mein Portfolio hat zur Zeit in etwa den Stand von Jänner 06. Zu seinem bisherigen Hoch im November 07 fehlen 43k bzw. ein Anstieg von ca. 25%. Das ist bitter, andererseits fehlt jedem Börsenindex und vor allem dem ATX, in dem ich in erster Linie investiere, mehr auf seine Höchstwerte.
Vielleicht geht ja nach 4 gewinnlosen Jahren 2010 wieder mal was weiter an den Börsen. Die allgemeine Meinung über das kommende Börsenjahr ist durchwegs positiv, auch wenn den großen Indizes nicht viel mehr wie +10% zugetraut wird. Der ATX hätte eigentlich gewaltig mehr Aufholpotential und vielleicht kann er sich ja, wie er in der Vergangenheit schon öfter gezeigt hat, positiv von den Leitindizes abkoppeln.
Da die Telekom ziemlich stark gewichtet ist im ATX, hat auch dieser 4,4% abgegeben. Somit ist die gute Performance der ersten Dezemberwoche wieder weg.
Probleme in Dubai, wo vor lauter Sandburgenbauen das Geld ausgegangen zu sein scheint, haben die zwischenzeitlich satten Gewinne des ATX gegen Monatsende wieder dahin schmelzen lassen, am letzten Handelstag im November ist er genauso wie mein Portfolio leicht ins Minus gerutscht. Ein kleines Plus auf Monatssicht konnten nur die OMV und die Voest retten, letztere hat Quartalszahlen berichtet und mit einem positiven Q2 überrascht. Somit hat es bisher für die Voest nur ein einziges negatives Quartalsergebnis gegeben.
| EBIT Voest | |
| Q1 08/09 | 358 |
| Q2 08/09 | 428 |
| Q3 08/09 | 196 |
| Q4 08/09 | 34 |
| Q1 09/10 | -24 |
| Q2 09/10 | 70 |
Die ATX Performance war die letzten beiden Monate leider mehr als bescheiden, DAX und DJI haben im November jeweils ca. 5% zulegen können. Für mein Portfolio wirds heuer wohl auch nichts mehr mit dem Break Even auf Sicht 2008, dafür fehlen nun wieder 40k oder ein Anstieg von +25%, was sich im Dezember wohl kaum ausgehen wird, das kann man nicht mal dem ATX zutrauen, zumindest nicht auf der positiven Seite. Wäre nicht schlecht wenn der ATX im Dezember wenigstens die jüngsten Abschläge auf die Leitindizes aufholen könnte.
China hat für Q3 ein Wirtschaftswachstum von 8.9% vermelden können und auch die USA hatten im Q3 nach vier Minusquartalen erstmals wieder einen Anstieg, und das gleich um starke 3,5%. Vor allem für die europäischen Börsen waren diese guten Nachrichten zu viel und sie haben nach der guten ersten Monatshälfte stark korrigiert. Der ATX ist dabei mit zwei extrem schwachen Tagen wieder mal ein wenig aus der Reihe getanzt, am 27.10. hat er 3,26% verloren und am 28.10. mit -5,76% noch eins draufgelegt. Gerüchteweise haben böse amerikanische Hedgefonds ein wenig umgeschichtet.
| Name | 30.9. | 31.10. | Performance |
| ATX | 2637.28 | 2483.89 | -5.82% |
| DAX | 5675.16 | 5414.96 | -4.58% |
| DJI | 9712.28 | 9712.73 | 0.00% |
| Portfolio | 170.8k | 161.6k | -5.36% |
Ich habe diese Abschläge genutzt um bei ATec einzusteigen, mal sehen wie die Position läuft. Diese Position stellt auch das Pendant zur Kapitalerhöhung der Erste Bank dar, die in der ersten Novemberhälfte über die Bühne gehen wird und bei der ich somit nicht mitziehen werde.
Die aktuelle Stimmung an den Börsen ist nach der starken Korrektur in der zweiten Monatshälfte nicht gerade die Beste, auch weil der DJI am letzten Handelstag im Oktober nochmal 2,51% abgegeben hat. Nach drei schwachen Monaten (August +4%, September +2% und Oktober 0%) wäre nun eigentlich ein starker November fällig, andererseits hat es auf der 'Road to Recovery' 1975 auch eine sechsmonatige Schwächephase gegeben, die erst im Jänner 76 mit +14% eindrucksvoll beendet wurde.
| Titel | Eröffnung | Schluss | Tagestief | Performance | |
| DJI | 9.868 | 9.882 | +0,1% | ||
| DAX | 5.642 | 5.636 | -0,1% | ||
| ATX | 2.681 | 2.594 | 2.580 | -3,8% | -3,3% |
| Voest | 25,50 | 23,83 | 22,22 | -12,9% | -6,5% |
| OMV | 29,26 | 29,03 | 28,85 | -1,4% | -0,8% |
| Wienerberger | 14,54 | 13,57 | 13,11 | -9,8% | -6,7% |
| Erste | 29,86 | 28,50 | 28,46 | -4,7% | -4,6% |
| Portfolio | 174,5k | 165,6k | -5,1% | ||
Dann hat Australien als erstes westliches Wirtschaftsland den Zinssatz erhöht, nämlich von 3 auf 3,25%, was als deutliches Signal für das Ende der Krise gewertet wurde. Die Berichtssaison in den USA hat ebenfalls gut begonnen, Alcoa und Intel haben die Erwartungen jeweis übertroffen. Das alles zusammen hat ausgereicht, um die Börsenkurse weiter anzutreiben.
Heute hat der DJI erstmals seit einem Jahr wieder die 10.000er Marke übersprungen und steht in der Oktoberhalbzeit nun bei +3,1%, der ATX bei +3,5%. Mein Portfolio hat bisher +6,11% geschafft, was immerhin schon wieder 10k sind. Somit fehlen nun auch nur mehr kaum erwähnenswerte 20k um die Verluste von 2008 auszugleichen.
Ansonsten konnte das angeblich schlechteste Börsenmonat September der allgemeinen Erholung der Börsenkurse nichts anhaben, alle Indizes haben konnten wieder zulegen, wenn auch etwas weniger wie in den Monaten zuvor. Offensichtlich ist das Vertrauen in die Börse nun wieder groß genug um Kapitalerhöhungen durchzubringen. Bei der OMV ist was geplant und die Erste soll auch schon sondieren, von der Voest liest man vorerst noch nichts von solchen Plänen.
In den Medien dominiert zur Zeit das Thema Arbeitslosigkeit, die zur Zeit auf ihren Peak zusteuert. Ansonsten wird die Rezession allgemein für beendet erklärt, wobei von einer langsamen Wirtschaftserholung ausgegangen wird.
Die Erholung der Börsenkurse läuft bisher verblüffend ähnlich ab wie 1975, was Hoffnung auf weitere kräftige Kursanstiege macht. Der DJI steht derzeit erst bei +38% vom Tief weg und ist damals auf +62% durchgelaufen.
Nachdem die Aktie schon im Juli über 30% gemacht hat, hat sie sich auch in diesem Monat nicht lumpen lassen und nochmal kräftig eins drauf gelegt. Wienerberger steht jetzt bei ungefähr 16 Euro, somit fehlen immer noch über 70% von den Höchstständen von 2007, wo die Aktie fast 60 Euro wert war. Hier steckt somit trotz der jüngsten Anstiege noch unglaubliches Potential drinnen, vor allem wenn auf die Wirtschaftskrise nun ein entsprechender Wirtschaftsboom folgen sollte.
Die Börsen haben diese Hoffnung im August jedenfalls mitgetragen, vor allem der ATX hat sich mit +11% gut entwickelt und mein Portfilio hat das mit +15% noch etwas überboten, da dieses Monat auch meine Hauptposition Voest nach zweimonatiger Pause wieder mal zulegen konnte.
Bisher läuft also alles glatt auf der 'Road to Recovery'. Diese dauert nun schon 6 Erholungsmonate lang und wurde bisher nur im Juni kurz unterbrochen. Durch meine Recherchen über die anderen Rezessionen der jüngsten Vergangenheit weiß ich, dass die Erholung durchaus noch 10 Monate weiterlaufen kann und wie es derzeit aussieht, werde ich darauf auch wetten. Frühling 2010 wäre demnach aus heutiger Sicht ein günstiger Zeitpunkt um Positionen abzubauen, das Spekulationsjahr wäre dann auch um. Wenn der ATX so weitermacht wie bisher, wo er im Monat ca. 9% zugelegt hat im Schnitt, wäre er dann wieder bei seinen alten Höchstständen angekommen, genauso wie der DJI.
Aus heutiger Sicht scheint so Entwicklung jedenfalls undenkbar zu sein, historisch betrachtet wäre das jedoch gar nicht so außergewöhnlich.
Somit ist mein Portfolio 'nur mehr' 30% oder 58k im Minus ab 2008 betrachtet, im März waren das noch über 60%. Zwei oder drei gute Monate würden reichen um in die Gewinnzone zu kommen, oder eine durchschnittliche Performance zwischen +7% / +8% pro Monat bis Jahresende.
An den Börsen gab es vereinzelt Tage mit massiven Abschlägen, unterm Strich ist aber nicht viel passiert, die Indizies haben sich auf Monatssicht kaum bewegt. Mein Portfolio hat 3% abgegeben und ist mit YTD +21% knapp vor dem ATX mit +20%. Die Erste Bank konnte im Juni fast 13% zulegen und ist nach BWIN der Titel, der sich bisher am stärksten vom Krisentief erholt hat (+175%), danach kommt schon die Voest mit +105%.
Das erste Halbjahr 09 war also mal gar nicht so schlecht, allerdings war das erste Halbjahr 08 auch ganz gut und wie es dann weitergegangen ist, ist eh bekannt. Letztes Jahr um diese Zeit hat es auch geheißen, spätestens im Herbst wäre alles vorbei, dabei ist es zu der Zeit dann erst richtig los gegangen. Langweilig wird es also auch in den nächsten Monaten sicher nicht werden und es gibt noch ein schönes Stück aufzuholen.
DJI -0,1%
DAX -2%
ATX -4%
Voest -6%
OMV -7%
Kann es sein, dass die europäischen Börsen wieder mal ein wenig überreagieren? Bin schon gespannt was daraus bis zum Monatsende wird.
Der DJI hat nach 3 Monaten 20% von seinem Low dazu gewonnen, der ATX schon 42%. Vom Hoch 07 betrachtet steht der DJI bei -40%, der ATX bei -58%, der ATX hat also trotz der beeindruckenden Rally nach wie vor enormen Aufholbedarf.
Wird es Rücksetzer geben? Diese Krise scheint ganz gut mit der Ölkrise in den 70ern vergleichbar zu sein. 1975 hat da die Erholung der Aktienkurse begonnen, nach 3 Monaten war der DJI auf +25% und ist bis auf +43% vom Low durchgelaufen, bevor er im Sommer leicht nachgegeben hat. Diese Rücksetzer waren jedoch auf -5% jeweils in Juli 75 und September 75 beschränkt und danach gings weiter bis auf +62%, was in etwa dem Kursniveau vor der Krise entsprochen hat.
Vielleicht wirds auch diesen Sommer spannend. Wenn der DJI -5% macht, kann der ATX -10% und mehr machen und die Voest, der Hauptbestandteil meines Portfolios, noch mehr. Unterm Strich würde man aber sehr gut damit leben können, wenn wir eine ähnliche Erholung der Aktienkurse wie in den 70ern haben würden.
Die Börsen waren davon überhaupt nicht beeindruckt und haben ihre Erholung fortgesetzt.
| 31.3. | 30.4. | Tief März 09 | Hoch 07 | ||
| ATX | 1.697 | 1.863 | +10% | +32% | -63% |
| DAX | 4.085 | 4.769 | +17% | +30% | -41% |
| DJI | 7.609 | 8.168 | +7% | +24% | -42% |
Der ATX hat nach wie vor mit Abstand den höchsten Verlust vom Hoch 2007, der DJI ist 'nur mehr' 42% im Minus und damit ziemlich genau auf dem Verlustniveau vom Erdölschock in den 70ern, von dem er sich damals in 15 Monaten erholt hat. Ich bin wirklich gespannt, ob das diesmal auch so abläuft, noch mehr natürlich ob der ATX mal dazu ansetzt, seinen Abstand zu den anderen Indizes zu verringern. -40% vom Hoch hätte der ATX bei ca. 3000 Punkten, da müsste mein Portfolio fast schon ausgeglichen sein.
Der April war jedenfalls mal ein Monat mit einer spürbaren Erholung auch für mein Portfolio, das 25% oder 21k zugelegt hat, vor allem dank der Voest, die um fast 50% gestiegen ist. YTD ist mein Portfolio nun ausgeglichen, der Wert ist wieder sechstellig und die Verluste fünfstellig, was mir in dieser Reihenfolge wesentlich besser gefällt wie umgekehrt.
Jedenfalls ging es danach mit den Börsenkursen steil bergauf, ganz im Gegensatz zu allen anderen bisherigen Unterstützungsversuchen, wo es danach immer steil bergab ging. Die Indizes sind jetzt wieder auf bzw. über den Lows vom November.
| bisheriges Tief | 31.3. | |||
| ATX | 1.412 | 9.3.3009 | 1.697 | +20% |
| DAX | 3.666 | 6.3.3009 | 4.085 | +11% |
| DJI | 6.594 | 5.3.3009 | 7.609 | +15% |
Auch für mein Portfolio ist sich erstmals seit Mai 08 auf Monatssicht wieder ein Plus ausgegangen, wenn auch nur ein kleines. Leider hat die Voest nochmal 20% abgegeben und hat zu Monatsende nur mehr mit 9,85 notiert. Dafür haben Erste Bank unglaubliche 66% zugelegt und auch die OMV konnte sich mit +21% sehen lassen. Die OMV ist als einziger Titel meines Portfolios auch auf Jahressicht im Plus.
Um herauszufinden, ob es auch in den Rezessionen der Vergangenheit solche Sprünge gab und wie sich diese auf die Aktienkurse ausgewirkt haben, habe ich nochmal beim U.S. Bureau of Labor Statistics vorbei geschaut, wo es wunderschöne Tabellen mit Daten über den Arbeitsmarkt gibt.
In den Rezessionen 1982/2002 gab es solche Sprünge nicht, da ist die Arbeitslosigkeit relativ gleichmäßig angestiegen. 1982 hatte der DJI im August seinen Boden gefunden und in den folgenden 10 Monaten 50% zugelegt (von 800 auf 1250), während die Arbeitslosigkeit während dieser ganzen Zeit über 10% geblieben ist.
Eher vergleichbar mit der aktuellen Situation war die Rezession von 1974, wo die Arbeitslosigkeit von November bis Jänner 75 von 6% extrem auf 8.1% gestiegen ist und dann noch weiter bis auf 9% im Mai 75. Der DJI ist jedoch ab Dezember 74 nicht mehr weiter gefallen, hat also inmitten der größten Kündigungswelle der Ölkrise seinen Boden bei damals -42% gefunden.
Der extreme Anstieg der Arbeitslosigkeit, den wir derzeit erleben, muss also nicht umbedingt auf weiter fallende Aktienkurse hindeuten, ganz im Gegenteil könnte diese Zeit sogar eine Trendwende bedeuten. Weiters sieht man, dass Aktienkurse auch während einer Phase sehr hoher Arbeitslosigkeit ziemlich stark ansteigen können und das Wirtschaftssystem offensichtlich auch solche Phasen aushalten kann.
Das ist die einzige positive Schlagzeile, die mir für den Februar eingefallen ist ![]()
In den USA wurde ein Konjunkturpaket in der Höhe von $787 Mrd beschlossen und ab diesem Zeitpunkt ging es bergab mit den Börsenkursen. Mit -20,5% war der Monat für mein Portfolio das schlimmste Crashmonat seit September 08 (-30,5%).
Die BIP Zahlen für Q4 08, von denen ich im Jänner noch berichtet habe, dass sie in den USA nicht so schlimm ausgefallen wären wie befürchtet, wurden in der Zwischenzeit nach unten revidiert, und zwar von -3,8% auf -6,2%. Irgendwer hat sich da offensichtlich ein wenig verschätzt. Im Vergleich dazu Deutschland -2,1%, Österreich -0,2%, Eurozone -1,5%, Japan -12,7% (!!!).
Wienerberger und Erste Bank haben im Februar unglaubliche 35% abgegeben. Der Treichl von der Ersten muss schon andauernd dementieren, dass seine Bank in Insolvenzgefahr kommen könnte, von Wienerberger hört man noch nichts in diese Richtung.
Natürlich haben auch die Indizes neue Lows gesehen, aktuell stehen sie zu Monatsende ziemlich genau auf diesen. Die Novembertiefs sind somit Geschichte und wir sind im 16ten Monat der Kursverluste, womit wir mit den Rezessionen 81/82 und 01/02 gleich gezogen sind. Der DJI steht genau wie damals bei 7000 Punkten.
In den nächsten Wochen dürfte es für GM spannend werden, kann leicht sein, dass die eine Sanierung über Insolvenz machen müssen. Am Bankensektor bleibt es natürlich auch weiter spannend, in den USA gibt es hohe Staatsbeteilungen und so genannte Bad Banks zum Auslagern von wertlosen Beteiligungen werden wohl auch kommen.
DJI und DAX haben mit -9% und -10% wieder ganz schön abgegeben, der ATX ist mit -1% ganz gut weggekommen diesmal, liegt aber mit -65% vom Hoch 2007 immer noch ganz klar hinter DAX mit -46% und DJI mit -43%.
Mein Portfolio ist am letzten Handelstag ins Minus gerutscht und wurde vom ATX überholt, nachdem dieser um 2% zugelegt hat und sich die Voest mit -7% ganz unten auf der Kursliste eingefunden hat. Der Abgang ist mit -1,5% im Vergleich zu DAX und DJI zum Glück sehr moderat ausgefallen. Erfreulich war die Erholung der OMV mit +20% und der Update Software AG mit +15%, auch die Voest konnte ein Prozent Plus retten und hatte damit den ersten positiven Monat seit Mai 2008.
ATX und DAX haben im Jänner ihre November Lows angetestet, diese haben aber vorerst gehalten. Somit hat die Seitwärtsbewegung auch den Jänner überlebt, was ja schon mal nicht so schlecht ist. Die Meinungen über die weitere Entwicklung gehen wie üblich diametral auseinander, in letzter Zeit gab es zumindest einmal ein paar Wirtschaftsdaten aus den USA die positiv überrasschen konnten (Verkäufe bestehender Häuser überraschend gestiegen, BIP im Q4 weniger schlecht als befürchtet).

Amerika hat einen neuen Präsidenten, die Börsen zeigen sich davon leider nicht sehr beeindruckt und nähern sich bedrohlich den Tiefstständen vom November. Auch heute war durch die Bank alles rot, der Jänner droht erneut zu einem Desaster zu werden:
ATX -1,16% / 1.623,50
DAX -1,76% / 4.239,85
DJI -4,01% / 7.949,09
S&P -5,28% / 805,24
Nasdaq -5,78% / 1.440,86
Die allgemeine Stimmung an den Börsen ist leider nach wie vor sehr schlecht, die wichtigsten Indizes sind auch im Jänner schon wieder im Minus und es würde mich echt wundern, wenn sich der Jänner nicht nahtlos an die Verlustmonate des letzten Jahres reihen sollte.
| Tief | 31.12. | YTD | Hoch 2007 | Max. Verlust vom Hoch | Dezember | ||
| Portfolio | -108.555 | -92.443 | 15% | -48% | -4,4% | ||
| ATX | 1.516 | 1.750 | 15% | -61% | 5.000 | -70% | -2,8% |
| DAX | 4.127 | 4.810 | 16% | -40% | 8.100 | -49% | 3,0% |
| DJI | 7.552 | 8.776 | 16% | -34% | 14.100 | -47% | -0,6% |
Index Snapshots

2008 war für den DJI das schlimmste Jahr seit 1931, für den ATX wars das schlimmste Jahr seit seinem Bestehen.
Die Lows vom November haben den Dezember überlebt, wengistens etwas positives. Für ein Plus im Dezember hat es trotzdem knapp nicht gereicht. Anfang 2009 werde ich gleich mal ein wenig umschichten um Verluste zu realisieren, ansonsten bleibt nicht viel über als auf steigende Kurse zu warten. Bei einem ATX von ungefähr 3400 sollte das break even erreicht sein und selbst dann wären die Kurse noch sehr weit unten (zB Voest bei Euro 30).
14. März 2007
US-Finanzminister Henry Paulson: Konjunktur trotz Immobilienkrise "robust"
Die Abkühlung am US-Häusermarkt beeinträchtigt nach Einschätzung von Finanzminister Henry Paulson die Konjunktur der weltgrößten Volkswirtschaft nicht. "Ich denke weiterhin, dass die US-Konjunktur robust ist", sagte Paulson am Dienstag dem Sender CNBC-Television. Die negativen Auswirkungen der Abkühlung auf Hypothekenanbieter für Kunden mit schlechter Bonität dürften als Folge der Marktkorrektur am Häusermarkt allerdings nicht überraschen. Doch sei dieser Effekt nunmehr weitgehend eingedämmt, sagte Paulson. (Quelle: APA/Agenturen)
27. März 2007
IHS-Chef Bernhard Felderer US-Immobilienkrise dürfte überwunden sein
Für das Institut für höhere Studien (IHS) ist ein Ende der Wirtschaftsflaute in den USA in Sicht. IHS-Chef Bernhard Felderer geht davon aus, dass die USA bereits heuer wieder einen Aufschwung erleben könnten. Würden die Immobilien-Preise noch weiter sinken, hätte das zwar unvermeidliche Auswirkungen auf die Aktienmärkte und damit auch auf die Konjunktur. Im Moment sei das aber nicht in Sicht. "Die Mehrheitsmeinung ist derzeit, dass die Immobilienkrise überwunden ist", erklärte Felderer bei der Vorlage der Frühjahrsprognose. Positiv ausgewirkt habe sich auch die jüngste Entscheidung der US-Notenbank Fed, die Leitzins bei 5,25 Prozent unverändert zu halten und damit die Serie von Zinserhöhungen zu stoppen. "Viele hoffen jetzt auf eine Zinssenkung. Dann könnten auch viele faule Kredite wieder bedient werden", so Felderer.
2. August 2007
IWF sieht Weltkonjunktur durch Börsenturbulenzen ungefährdet
Die durch die Immobilienkrise in den USA ausgelösten Turbulenzen an den Aktienbörsen stellen nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) kein Problem für die Konjunktur dar. Die heftigen Kursreaktionen an den Börsen würden für Außenstehende vielleicht etwas chaotisch erscheinen, letztlich seien sie für die Märkte aber gut, sagte IWF-Vizechef John Lipsky (ganz links) am Donnerstag vor Finanzministern aus dem asiatisch-pazifischen Raum im australischen Coolum. Sie hätten den IWF wenigstens nicht dazu veranlasst, seine jüngsten Prognosen für die Weltkonjunktur zu überdenken. So halte der Fonds an der vergangene Woche veröffentlichten Prognose fest, wonach die Weltwirtschaft in diesem und im kommenden Jahr um 5,2 Prozent wachsen werde.
3. August 2007
Jean-Claude Juncker: IKB-Krise kein Grund zur Besorgnis
Der Vorsitzende der Eurogruppe, Jean-Claude Juncker, hat vor einer Überbewertung der Krise um die angeschlagene Mittelstandsbank IKB gewarnt. "Ich glaube nicht, dass wir Anlass zu größerer Sorge haben", sagte der luxemburgische Regierungschef und Finanzminister am Freitag. "Ich glaube nicht, dass das, was sich in den Vereinigten Staaten abspielt und was in geringem Ausmaß einige Banken in der Euro-Zone in Mitleidenschaft zieht, von der Art ist, dass wir allzu besorgt sein sollten", fügte er unter Verweis auf die Immobilienkrise in den USA hinzu.
6. August 2007
Georg Funke Hypo Real Estate-Chef: Kein Flächenbrand zu befürchten
Die US-Immobilienkrise wird sich nach Ansicht der Hypo Real Estate (HRE) nicht zu einem Flächenbrand ausweiten. "Es wird keinen Kaskadeneffekt geben, aber es wird einzelne Unternehmen treffen, die sich hier zu aggressiv verhalten haben", sagte Vorstandschef Georg Funke dem "Handelsblatt" (Montagausgabe). Die Märkte würden sich relativ schnell beruhigen. "Das ist eine Frage von Wochen, allenfalls Monaten." In Deutschland war die Düsseldorfer IKB durch marode US-Hypothekenanleihen in Schwierigkeiten geraten.Die Immobilienmärkte weltweit seien hoch diversifiziert; Bürotürme in Hongkong oder London könnten nicht mit Einfamilienhäusern in Minnesota verglichen werden, sagte Funke. "Betroffen sind nur diejenigen, die sich in diese hochriskanten Geschäfte im amerikanischen Retailbereich gewagt haben." Für sein Unternehmen sieht Funke keine Gefahr: "Wir erwarten, dass unserer Gruppe aus der jetzigen Krise keine Belastungen entstehen".
6. August 2007
Dresdner Bank-Chef Herbert Walter: Keine Gefahr durch US-Hypothekenkrise
Die Dresdner Bank geht davon aus, dass die Krise am US-Hypothekenmarkt die deutsche Finanzbranche nicht stärker in Bedrängnis bringt. Bankchef Herbert Walter sagte am Montag in Frankfurt, es sei nicht davon auszugehen, dass sich das deutsche Finanzsystem durch das Platzen der Immobilienblase in den USA nachhaltig destabilisieren werde. "Die Realwirtschaft ist sehr robust", betonte er. Die Übernervosität bei Investoren werde in den nächsten Monaten zurückgehen. Auch für die Dresdner Bank sehe er keine Risiken, sagte Walter, obwohl die Allianz-Tochter mit 1,6 Mrd. Euro im Markt für zweitklassige Hypothekendarlehen engagiert ist. Der Münchener Finanzkonzern hatte mitgeteilt, das Engagement der Gruppe in dem US-Markt liege bei 1,7 Mrd. Euro. Dafür sei bereits eine Risikovorsorge von 70 Mio. Euro gebildet worden.
12. August 2007
Wirtschaftsexperten sehen keine Gefahr für Aufschwung
Die US-Immobilienkrise bedroht nach Einschätzung von führenden Wirtschaftsexperten nicht den Aufschwung in Deutschland. Ein Börsencrash sei ebenfalls nicht zu befürchten. "Noch sehe ich keine gravierenden Auswirkungen auf die robuste Konjunktur in Deutschland", sagte der Wirtschaftsweise Bert Rürup der "Berliner Zeitung". "Die Krise wird auf die Finanzmärkte beschränkt bleiben, zumal sich die Europäische Zentralbank außerordentlich klug verhält und den Markt ausreichend mit Liquidität versorgt. Der Aufschwung sollte deswegen intakt bleiben." Auch österreichische Wirtschaftsexperten sehen eher keine großen Risiken: Die Auswirkungen der Krise auf die österreichische Wirtschaft seien marginal bis nicht vorhanden, so Franz Hahn, Experte des Wirtschaftsforschungsinstitus (Wifo) in der "ORF-ZIB". Insgesamt habe die Krise positive Auswirkungen und werde dazu führen, dass die Kreditrisikenbewertung durch die Investoren künftig genauer vorgenommen werde. Die Kreditverknappung beschränke sich aber nicht mehr auf die Finanzmärkte, sondern habe die Konditionen für Unternehmen verschlechtert - insbesondere bei mäßiger bis schlechter Bonität, so Hahn im "Standard". Wenn die Banken die Ausfälle im Hypothekengeschäft mit schärferen Kreditkonditionen kompensierten oder Kredite fällig stellten, hätte dies "substanzielle konjunkturelle Konsequenzen".Der Ökonom Erich Streissler schätzt in einem Interview mit der "Presse" die Wahrscheinlichkeit einer Weltwirtschaftskrise heute als geringer ein als noch vor fünf Jahren. Er sehe auf die USA aber eine "sehr lange Stagnationsphase" zukommen. Amerika "entspare", das reichste Land der Welt werde von armen bis mittelreichen Ländern mitfinanziert, ein Prozess, der sicher "nicht ewig" gutgehen könne. Ob es zu einer Weltwirtschaftskrise komme, hänge davon ab, "wie sehr die Leute hysterisch werden".
14. August 2007
EZB-Präsident Trichet sieht allmähliche Normalisierung am Geldmarkt
Die Unruhe an den Finanzmärkten hat sich nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank (EZB) weitgehend gelegt. "Die Bedingungen an den Finanzmärkten normalisieren sich allmählich wieder", erklärte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet laut Mitteilung der Notenbank am Dienstag. "Ich rufe alle Beteiligten dazu auf, gelassen zu bleiben."Die EZB hatte infolge der Turbulenzen an den Finanzmärkten wegen der US-Immobilienkrise vier Mal Milliardensummen in den Markt gepumpt. Am Dienstag stellte die Notenbank den Geschäftsbanken nochmals 7,7 Mrd. Euro frisches Geld zur Verfügung. Seit vergangenen Donnerstag summierte sich die Summe, die die EZB zur Verhinderung von Liquiditätsengpässen freigab, damit auf gut 211 Mrd. Euro. Damit habe die EZB die "Liquidität zur Verfügung gestellt, die notwendig war, um das ordnungsgemäße Funktionieren der Geldmärkte sicherzustellen", sagte Trichet.
IW sieht keine Gefahr für deutsche Wirtschaft wegen Immobilienkrise
Die Immobilienkrise in den USA hat nach Einschätzung des Institutes der Wirtschaft (IW) keine Folgen für deutsche Unternehmen. Die Krise werde noch bis Herbst anhalten, aber die Wirtschaft kaum beeinflussen, sagte IW-Chef Michael Hüther der "Wirtschaftswoche" laut Vorausmeldung. Ähnlich äußerten sich dem Bericht zufolge auch die Chefvolkswirte von Postbank, Commerzbank und Union Investment.Hüther sagte, in dieser Krise stehe eine Brandmauer zwischen den Banken und dem Rest der Wirtschaft. "Unsere Unternehmen sind hervorragend positioniert und machen gute Gewinne. Im Maschinenbau etwa gibt es einen Nachfrageboom mit Wartezeiten wie in den 70er Jahren." Der Aufschwung sei nicht nur konjunkturell, sondern auch strukturell verankert. Die Unternehmen bedienten genau das, was auf den Weltmärkten gewünscht sei, wurde Hüther zitiert.
22. August 2007
Deutscher Bankenverband: Keine weiteren Schieflagen bei deutschen Instituten
Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) sieht derzeit keine weiteren Schieflagen bei deutschen Instituten. "Weder wir noch die Aufsichtsinstitutionen haben eine Indikation für weitere Fälle", sagte der Geschäftsführende Vorstand des BdB, Manfred Weber, dem "Handelsblatt". "Auf keinen Fall sollten wir jetzt Probleme herbeireden und die Märkte damit zusätzlich verunsichern", empfahl Weber mit Blick auf die Diskussion um die angebliche Krise am deutschen Bankenmarkt.Die Rettungsaktionen für die IKB und die Sachsen-LB seien keine positiven Nachrichten für den Finanzplatz Deutschland gewesen, räumte Weber ein. Entscheidend sei aber, dass durch entschlossenes Handeln Schaden abgewendet worden sei. Er gehe davon aus, dass sich die Lage an den Märkten auf Sicht Schritt für Schritt normalisieren werde. Ähnlich äußerte sich der Chefvolkswirt der Dresdner Bank und Allianz, Michael Heise: "Das deutsche Bankensystem ist stabil, wir haben keine systemische Krise", sagte Heise derselben Zeitung. Heise räumte ein, dass sich die Refinanzierungsbedingungen für die Banken weltweit verschlechtert hätten. Keiner wisse derzeit, wer welche Risiken halte. Diese Intransparenz sorge für eine große Unsicherheit. Die Refinanzierung werde sich deshalb verteuern. "Aber es gibt keine Liquiditätsprobleme. Wenn bei den Investmentvehikeln aufgeräumt wurde, wird sich der Markt auch wieder entspannen", betonte Heise.
Gefunden auf Wirtschaftsblatt.at